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5 Gründe für Regenwasserversickerung

5 Gründe für Regenwasserversickerung aus privater Sicht

Unterschiedliche Gründe können dazu führen, sich näher mit dem Thema der „Versickerung von Niederschlagswasser“ von versiegelten Flächen zu beschäftigen.

In sofern sind alle Informationen als hilfreich anzusehen, die sich näher mit dem Thema „Regenwasserversickerung“ beschäftigen und auch Lösungswege aufzeigen. Als Ergebnis Ihrer Informationssuche sollte dann die Überzeugung reifen, eine gute Sache zu planen, die sich auf Dauer lohnt.

Dieser Blog ist mein Beitrag dazu, neben den anderen vielen Seiten, Infos und Angeboten der Kommunen, Städte, Kreise, Ämter, Firmen und Büros. Er richtet sich an alle interessierten Grundeigentümer, die selbst die Initiative ergreifen wollen.

Oben angesprochene Gründe können sein:

  1. Sie sind ökologisch motiviert und möchten dazu beitragen, den Abfluss von Regenwasser im Kanal zu reduzieren und die Grundwasserneubildung zu erhöhen.
  2. Die Kommune schreibt die Regenwasserversickerung beim Neubau vor und Sie müssen dem folgen.
  3. Sie möchten die Niederschlagswassergebühr sparen und suchen eine günstige Lösung für Ihr Grundstück.
  4. Gleichzeitig sparen Sie beim Neubau einen Kanalanschluss und Kontrollschacht.
  5. Sie möchten überprüfen, ob die Versickerung in Ihrem Garten möglich ist.

Egal, aus welchem Beweggrund Sie sich damit beschäftigen, ob Sie noch unentschlossen oder schon bereit sind, meine Infos sollten Sie ansehen.

Als Dipl.-Geologe mache ich Versickerungsgutachten und habe dazu einige eBooks zum Thema Regenwasser + Versickerungsversuch und der Dimensionierung von Versickerungsanlagen geschrieben. Mit dem Teil 1 können Sie einen Versickerungsversuch selbst durchführen, auswerten und den kf-Wert berechnen.

Darin ist auch eine automatisierte Muldenberechnung in Excel mit allen Hinweisen zum Selbstbau und eine Kostenschätzung enthalten (eBook Teil 1).

Schauen Sie sich auch meine weiteren Infoseiten und Videos an.

Muldenversickerung – Einfluss von Pflanzenarten auf die Versickerungsleistung

Muldenversickerung – Einfluss von Pflanzenarten auf die Versickerungsleistung

Ein Beitrag: „Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau -LWG-, Abteilung Landespflege: Veitshöchheimer Berichte aus der Landespflege; 69“ Baustoff Pflanze – Nische oder Notwendigkeit?

Wasser sucht sich immer seinen Weg! Dieser Grundsatz gilt nach 5-jähriger Versuchsdauer auch uneingeschränkt für den sicheren Betrieb von begrünten Versickerungsmulden. Wenn man vorher die richtigen Pflanzen auswählt, dann geht es vielleicht sogar noch etwas besser. Mulden mit Stauden bepflanzt verbessern im Vergleich zur Rasenansaat nicht nur den Wasserrückhalt, sondern auch die Versickerungsaktivität.

Bei jährlichen Abflussspenden von fast 4.000 l/m² war der Wasserrückhalt der besten Pflanzvarianten mit fast 30 Prozent etwa doppelt so hoch wie der von Rasen. Im Dauerregen konnten bepflanzte Mulden bis zu einem Drittel mehr Wasser aufnehmen und an den Untergrund abgeben. Dies gilt zumindest für konventionelle Bauweisen mit 20 cm Oberbodenauftrag über versickerungsfähigem Untergrund.

Als funktionsfördernde Überlebenskünstler im Muldenbereich konnten bisher Pflanzenarten wie Iris pseudacorus (Wasser-Schwertlilie; gelb), Iris sibirica (Sibirische Schwertlilie, blau), Molinia caerulea (Blaues Pfeifengras, Moorhexe), Achillea millefolium (Gemeine Schafgarbe), Achnatherum brachytrichum (Diamantgras) sowie Geranium sanguineum (Blutroter Storchschnabel) ausgemacht werden.

Für Rasenliebhaber bietet eine dreischichtige Bauweise mit kapillarem Zwischenspeicher in Anlehnung an bodennahe Sportplatzbauweisen nach 5 Jahren fast den gleichen Versickerungskomfort.

aus: Buchkapitel; Konferenzbeitrag
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau -LWG-, Abteilung Landespflege, Veitshöchheim (Herausgeber, Veranstalter); Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V., München (Veranstalter); Verband Ehemaliger Veitshöchheimer e.V., Veitshöchheim (Veranstalter);

Muldenversickerung – Einfluss von Pflanzenarten auf die Versickerungsleistung
Eppel, Jürgen;
Quelle: Baustoff Pflanze – Nische oder Notwendigkeit? Bd.2. 35. Veitshöchheimer Landespflegetage 22. und 23. Januar 2003
Veitshöchheim (Deutschland, Bundesrepublik)
Selbstverlag 2003, S.11-18
Serie: Veitshöchheimer Berichte aus der Landespflege; 69
Konferenz: Veitshöchheimer Landespflegetage, Nr.: 35,
Veitshöchheim; http://www.baufachinformation.de/literatur.jsp?bu=2004069000704

Als pdf Broschüre jetzt hier zum Download (11 Seiten).