Planungsphasen

Planungsphasen, Konzept und Hinweise

Grundlagendaten für eine Ersteinschätzung in der Bauleitplanung

Schon in der frühen Phase der Bauleitplanung sollte die Möglichkeit der Regenwasserversickerung geprüft werden. Diese Prüfung liegt auf der kommunalen Ebene. Dabei sind folgende Punkte nach ATV-DVWK-A 138 zu berücksichtigen:

  • Durchlässigkeit
  • Beschaffenheit des Untergrundes
  • Grundwasserflurabstand
  • Grundwasserfließrichtung
  • Hangneigung
  • Wasserschutzgebiete
  • Bodenbelastungen
  • Gebietsnutzung

Konzeptentwicklung und Vorplanung

Das weitere Vorgehen ist eine Konzeptentwicklung aus der Ersteinschätzung und die Formulierung der wesentlichen Grundanforderungen an die spätere Planung. Sie ist für Neubaugebiete und Bestandsrealisierungen erforderlich.

Planungshinweise

Fachübergreifenden Planungshinweise vom Entwässerungsplaner sind frühzeitig für die konsequente Berücksichtigung der Versickerung als Entwässerungsverfahren an alle Beteiligten zu vermitteln:

  • Stadt- und Freiraumplaner
  • Tiefbau- und Verkehrsplaner
  • Architekten

Umsetzung und Detailplanung

Sind die fachlichen Anforderungen erfüllt und berücksichtigt, kann in der Vorbereitung der Bauphase für die Einzelobjekte die Detailplanung und Dimensionierung der Versickerungsanlagen erfolgen. Hier ist der Grundstückseigentümer in der Verantwortung. Da die Bodenverhältnisse kleinräumig wechseln können, ist für jedes Grundstück eine eigene Untersuchung vorzunehmen. Die Bemessung der Versickerungsanlage ist der Kommune zur Genehmigung einzureichen (Entwässerungsantrag mit Versickerungsgutachten).

Näheres zu den angesprochenen Punkten finden Sie im Regelwerk Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser, Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 138.