Ein Beispiel für die Bemessung einer Blockrigole nach DWA-A 138-1
Grundlagen und Annahmen
Die Versickerungsanlage soll eine möglichst kleine Fläche verbrauchen. Dazu wird eine Rigole aus Sickerblöcken mit besonders hohem Speicherinhalt gewählt. Die Zuleitung erfolgt unterirdisch aus einem vorgeschalteten Filterschacht.
Für die Bemessung einer Blockrigole sind folgende Eingangsdaten erforderlich:
- Größe der angeschlossenen Flächen
- Neigung und Material der Dachfläche
- mittlerer Abflussbeiwert
- Starkregen-Niederschlagsreihen am Ort (Regenspende) nach DWD-KOSTRA 2020
- Bodendurchlässigkeit (kf-Wert mit Korrekturfaktoren)
- Blockelement: 0,80 x 0,80 x 0,35 m
- Speicherinhalt: 211 Liter
Durchgeführt wird die Bemessung nach den Vorgaben im DWA-Regelwerk Arbeitsblatt DWA-A 138-1.
Die Abbildung zeigt 2 gestapelte Blockelemente mit Bodenplatte mit einem freien Speicherhohlraum von 94,2%.

Ergebnis der Bemessung nach DWA-A 138-1
Beispiel Blockrigole (AE = 200 m²)
Die Abbildung zeigt die durchgeführete Dimensionierung einer Block-Rigole mit Sickerblöcken für 200 m² angeschlossene Fläche mit einem kf-Wert von 8,0*10-5 m/s. Die Sickerblöcke werden in 2 Lagen übereinander und je 2 nebeneinander gestapelt.

Abmessungen der Blockrigole
- insgesamt 16 Sickerblöcke
- Länge L = 3,20 m (gewählt 4 x Blocklänge, berechnet 2,51 m)
- Breite bR = 1,60 m (gewählt 2 x Blockbreite)
- Höhe hR = 0,70 m (gewählt 2 x Blockhöhe)
- max. Speichervolumen VR,SiBl = 3,38 m³ (berechnet VR = 2,65 m³)
- Umhüllung mit Geotextil-Vlies
- Filterschacht erforderlich
Einen direkten Vergleich dieser Dimensionierung mit dem Ergebnis der Kiesrigole ist auf der Seite Rigolenvergleich zu sehen.