Schmutzwasserentwässerung

Entwässerungsantrag zum Anschluss an den Schmutzwasserkanal

Auf dem Privatgrundstück erfolgt die Ableitung des Schmutzwassers in einer Anschlussleitung bis in einen Übergabe- oder Revisionsschacht, kurz vor der Grundstücksgrenze. Ab diesem, bis in den öffentlichen Schmutzwasserkanal, ist meist schon das örtliche Entwässerungsamt der Gemeinde/Stadt zuständig. Dies ist in der Satzung festgelegt. Bei der zuständigen Stelle ist rechtzeitig ein entsprechender Entwässerungsantrag zu stellen, ggf. auch für das Niederschlagswasser (Beispiel s. Abb. 1).

Entwässerungsantrag HannoverAbbildung 1: Beispiel Entwässerungsantrag, Stadt Hannover

Dazu gibt es ein Infoblatt mit wichtigen Hinweisen zum Entwässerungsantrag: Informationsblatt Regenwasserversickerung Hannover.pdf

Dem Antrag sind Unterlagen beizulegen, z.B. die Berechnung der Abwassermenge mit Rohranschlussleitung und Zeichnungen (Entwässerungspläne 1:100 und 1:500).Anlage 1 SW-Leitung Berechnungsbeispiel

Abbildung 2: Beispiel für die Ermittlung der Abwassermenge vollständige Tabelle als pdf

SW-Leitungen 1:100Abbildung 3: Entwässerungsplan 1:100

Im Entwässerungsplan 1:100 mit Gebäudeplan sind die Schmutzwasserleitungen (SW) mit Angabe des Durchmessers DN, dem Gefälle J und dem Gesamtabfluss Qtot in rot dargestellt. Ebenso sind die „Entwässerungsgegenstände“ mit Angabe der einzelnen Anschlusswerte DU enthalten.

Der Entwässerungsplan im Maßstab 1:500 enthält das Gebäude mit den Grundstücksgrenzen (gelb), der Flurstücknummer und die Anschlussleitung mit Revisionsschacht in rot sowie den Anschlusspunkt an den öffentlichen Schmutzwasserkanal (schwarz).

Bei der Planung zu beachten sind vor allem die Rückstauebene und Anschlusshöhe des Kanals. Eine Längs- bzw. Querschnittzeichnung mit den Höhenangaben ergänzt die Darstellung (fehlt hier).

Entwässerungsplan SW 1:500Abbildung 4: Entwässerungsplan 1:500